Allgemeine Fragen

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Zur Beantwortung von ersten Fragen rund um unser Onlineberatungsangebot, können Sie sich hier in unserem FAQ-Bereich informieren.

  • Was ist Online-Beratung?

    Online beraten mit beranet heißt, dass wir Ratsuchenden schnell, einfach, sicher, anonym und unabhängig ihre Fragen beantworten. Somit kann hier Jede und Jeder ganz leicht genau die beratung und Hilfe finden, die gebraucht wird - ohne Hemmschwelle und unabhängig von Zeit und Raum.

  • Dürfen Väter auch Elternzeit nehmen?

    Ja, der Kindesvater kann auch Elternzeit nehmen - mindestens 2 Basiselterngeldmonate. Voraussetzung dafür ist, dass er während des Bezugszeitraumes mit seinem Kind in einer Wohnung lebt, d.h. beide in der gleichen Adresse polizeilich gemeldet sind. Er kann gleichzeitig mit der Partnerin in Elternzeit sein und beide können gleichzeitig Elterngeld beziehen. Es ist vor Beginn der Elternzeit zu klären, wie ein Paar sich die Elternzeit aufteilen möchte. Einem Paar stehen 14 Elterngeldmonate zu, wenn der Kindesvater auch Elternzeit nimmt.   Wichtig ist zu beschten, dass eine berufstätige Mutter im Regelfall die ersten beiden Monate Mutterschaftsgeld und Arbeitgeberzuschuss bekommt, so dass die Elterngeldbezugsmonate sich auf 12 reduzieren.

     

  • Was beinhaltet die Corona-Krise bedingte Änderung des Elterngeldgesetzes?

    Die am 15.05.2020 vom Bundesrat verabschiedete Anpassung beim Elternged, verankert im Bundesgesetzblatt I Nr. 24 Seite 1061, soll verhindern, dass Eltern die aufgrund der Corona-Krise weniger verdienen, in systemrelevanten Berufen (mehr)arbeiten oder in Kurzarbeit sind, in der Elternzeit Einbußen hinnehmen müssen.

    Diese Regelung gilt rückwirkend ab 01.03.2020 und betrifft folgende Bereiche:                                                                                             1.Eltern die in systemrelevanten Berufen arbeiten, dürfen ihre Elterngeldmonate aufschieben und auch nach dem 14.Lebensmonat bis spätestens Juni 2021 nehmen.                                                                  2. der Partnerschaftsbonus - ein Bonus für Eltern die beide gleichzeitig in Teilzeit arbeiten und sich die Kinderbetreuung teilen - entfällt nicht oder muß nicht zurückgezahlt werden wenn Eltern mehr oder weniger als geplant arbeiten.                                                                                     3. Einkommensersatzleistungen, die aufgrund der Corona-Pandemie wärend des Bezugs von Eternged gezahlt werden, reduzieren die Elerngeldhöhe nicht. Um Nachteile bei späteren Elterngeldberechnungen auszugleichen, können diese Monate bei der Elterngeldberechnung ausgenommen werden.

  • Wer bekommt das sogenannte zusätzliche Corona-Kindergeld?

    Den sogenannte Crona-Familienbonus 2020 haben alle kindergeldberechtigten Eltern mit Kindern als Anerkennung für die besonderen Belastungen in der Corona-Krise erhalten. Dieses zusätzliche Kindergeld ist steuerfrei und wurde im September und Oktober 2020 in 2 Raten von jeweils 150,00€ automatisch mit dem Kindergeld ausgezahlt. Ein besonderer Antrag war dafür nicht notwendig. Bei einkommensstärkeren Familien wird dieses zusätzliche Kindergeld mit den Freibeträgen der Steuererklärung verrechnet.

    Für 2021 ist nochmals ein sogenannter Corona-Familienbonus in Höhe von 150€ geplant und soll im Mai ausgezahlt werden. Die gesetzliche Entscheidung darüber steht noch aus.

  • Schwangerschaftskonfliktberatung

    Gemäß unseres gesetzlichen Auftrages nach STGB §§ 218 (Schwangerschaftsabbruch), 218a (Straflosigkeit des Schwangerschaftsabbruches) sowie 219 (Beratung der Schwangeren in einer Not- und Konfliktlage) und §§ 5 und 6 des Gesetzes zur Vermeidung und Bewältigung von Schwangerschaftskonflikten (SchKG) bieten wir die gesetzlich vorgeschriebene Konfliktberatung an. Wir beraten schwangere Frauen, Paare und deren PartnerInnen, die sich bezüglich einer ungewollten oder ungeplanten Schwangerschaft in einem fundamentalen Lebenskonflikt befinden und durch das Einhalten von Fristen häufig unter großem Druck stehen. Aufgabe dieser Beratung sind die umfassende Information sowie die Stärkung der Eigenverantwortlichkeit der Schwangeren und das Angebot begleitender Unterstützung, damit Schwangere eine für sie verantwortliche Entscheidung treffen können. 

  • Sonderregelung Zusätzliches Kinderkrankengeld in 2021

    Aufgrund der besonderen Betreuungsbelastung von Eltern durch geschlossene Kita´s und Schulen bei gleichzeitigem Homeoffice gilt für 2021 ein Anspruch auf zusätzliche Kinderkrankentage.                                                            Das bedeutet: In 2021 können gesetzlich versicherte Eltern, die im Homeoffice sind und Kinder zu Hause betreuen müssen, bis zu 10 Kindergeldkrankentage pro Kind mehr beantragen, d.h. 20 wie statt bisher 10. Bei mehreren Kindern besteht eine Obergrenze von 45 Tagen. Für Alleinerziehende gilt: der Anspruch verdoppelt sich von 20 auf 40 Kinderkrankengeldtage, bei mehreren Kindern max. 90 Tage. Den Eltern stehen 90% des Nettoeinkommens zu, maximal jedoch 112,88€ pro Kalendertag. Der Anspruch besteht ausdrücklich auch dann, wenn die Kinder nicht erkrankt sind. Ein Attest vom Kinderarzt ist nicht notwendig, sondern eine Bescheinigung von Kita oder Schule.   Leider gilt diese Regelung nicht für privat versicherte Kinder, auch wenn der betreuende Elternteil selbst gesetzlich krankenversichert ist.  In diesem Fall müssen sich Eltern auf den § 56 des Infektonsschutzgesetzes (IfSG) berufen. Der Ausgleich erfolgt allerdings nur mit 67% des Nettoeinkommens.

  • Müssen werdende Mütter mit Maske entbinden?

    Immer wieder werden wir gefragt, ob Schwangere auf Grund der Corona-Infektionsgefahr bei der Entbindung im Kreissaal eine Maske tragen müssen. Da dies in den Krankenhäusern und Entbindungsstaionen sehr unterschiedlich gehandhabt wird, können wir dazu keine verbindliche Aussage treffen. Wir empfehlen werdenden Müttern und Eltern, sich selbst unbedingt und  rechtzeitig vorab in der entsprechenden Klinik zu informieren, um sich auf die jeweiligen Vorgaben einstellen zu können. Oftmals kann auch ein Gespräch mit der Wochenbetthebamme schon Klärung bringen.